9. September 2012

Was ist Glück?

Ich habe mir wirklich lange Gedanken über diese Frage gemacht.

Heißt Glück nicht, etwas im Leben erreicht zu haben?
Heißt Glück nicht, den Mann gefunden zu haben,
mit dem man den Rest seines Lebens verbringen will?
Heißt Glück nicht, von dem Mann, den man liebt,
mit all' seinen schlechten Eigenschaften und Macken geliebt zu werden?
Heißt Glück nicht, vollends zufrieden zu sein?
Mit sich und der Welt im Reinen zu sein?
Heißt Glück nicht, eine Familie zu haben, auf die immer Verlass ist?
Die dich immer unterstützt, egal, was man für Mist gebaut hat?
Die immer hinter dir steht und dir in allen Lebenslagen vertraut?
Heißt Glück nicht, eine ordentliche Ausbildung oder ein 
abgeschlossenes Studium zu haben,
damit man seinen Kindern später genug bieten kann,
auch wenn der Weg bis zum Ziel schwer, lang, hart und steinig ist?
Heißt Glück nicht, dass man sich auf Freunde verlassen kann,
die man seit einem Jahrzehnt kennt und 
diese einen so akzeptieren wie man ist?
Heißt Glück nicht auch, um etwas zu kämpfen?
Eben damit man wirklich glücklich ist?
Glücklich ist, dass man es gepackt hat,
auch wenn die Vorraussetzungen nicht gerade die besten waren?

Wenn das Glück bedeutet, 
dann kann ich mit reinem Gewissen sagen, 
dass ich wirklich von ganzem Herzen glücklich bin.


Ich habe den Mann fürs Leben gefunden,
habe eine wirklich tolle Familie, die mich auch jetzt noch unterstützt,
obwohl sie über 450 km weit weg wohnt.
Die eben immer hinter mir steht.
Meine Ausbildung und mein Fachabitur habe ich ohne größere
Probleme bestanden.
In knapp 4 Wochen geht mein Studium los, sodass ich meinen Kindern
später eine finanzielle Sicherheit bieten kann.
Und auf meine Freunde aus dem Sauerland kann ich mich auch heute noch
vollends verlassen.
Wenn mal was ist, haben sie immer ein offenes Ohr für mich
und setzen sich ins Auto und kommen her, wenn's die Zeit zulässt.
Alles, was ich hier an "Freundschaft" erleben durfte,
waren nur flüchtige Bekanntschaften.
Keiner von denen kennt mich so gut und weiß wie ich
wirklich ticke, wie Sarah, Sven & Co.

Wirklich keiner. 

Ich bin oft genug enttäuscht worden in den letzen 1 1/2 Jahren,
dass ich das mit gutem Gewissen sagen kann.
Ich habe mich diesen Menschen zwar geöffnet,
aber nicht so, wie den anderen gegenüber.
Und darüber bin ich froh.

Ich habe lieber wenige "echte" Freunde, als viele "verlogene" Freunde. 


Also meine Frage an euch:

Seid ihr wirklich glücklich?